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Sparer sind die Verlierer

Geschrieben von Michael Schewe am Sonntag, 04. September 2011. Abgelegt unter Allgemein, Finanzbildung

Sparer sind die Verlierer
Am Morgen des 4. August 2011 ist es passiert: Die New York Mellon Bank (Bank of New York Mellon) verkündete, dass sie zukünftig Bankgebühren für Zinsen auf Erspartes erhebt.

Und auch Schweizer Banken erheben inzwischen Strafzinsen.

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Da das Vertrauen in Euro und Dollar rasant schwindet, der Schweizer Franken hingegen immer stärker wird, sah die Schweizer Nationalbank (SNB) das heimische Exportgeschäft gefährdet. Sie zog deshalb die Reißleine und senkte die Zinsen praktisch auf null. Was für Immobilienkäufer eine gute Nachricht ist – denn auch die Hypothekenzinsen sind historisch niedrig – ist für Anleger eine Hiobsbotschaft. Denn die werden nun bestraft, indem sie Negativzinsen von 0,1 Prozent bezahlen müssen.

Und "Negativzinsen" bedeutet ja nichts anderes, als dass man keinen Zins mehr erhält, sondern im Gegenteil Gebühren dafür bezahlen muss, dass man sein Geld bei der Bank deponiert. Es sind also Minuszinsen, die auf Guthaben bezahlt werden müssen. Da ist es in manchen Fällen ja besser, das Kapital auf dem Girokonto liegen zu lassen oder doch unter der Matratze zu lagern. Da wird wenigstens keine Strafgebühr fällig!

Lassen Sie uns das noch einmal wiederholen: Normalerweise bezahlt die Bank uns Anlegern und Sparern Zinsen dafür, dass sie unser Geld aufbewahrt. Nunmehr sollen Sie und ich Zinsen dafür bezahlen, dass die Bank unser Geld verwaltet!

Sparer sind die größten Verlierer!
Warum ist das so? Nun, seit 40 Jahren ist eigentlich bekannt, dass das Banksystem Geld aus dem Nichts erschafft. Seit 1971 US-Präsident Richard Nixon die Bindung des US-Dollars am Gold auflöste.

Und solange die Banken weiterhin Unmengen an ungedecktem Geld drucken und damit die Inflation anheizen, machte es keinen Sinn Geld zu sparen.

Fiat Money – Es werde Geld!
In den letzten drei Jahren haben die Banken mit der Hoffnung die Weltwirtschaft zu retten, weltweit Billionen von Dollars, Euros und anderes "Falschgeld" gedruckt. Trotz dieses massiven Bankenbetrugs versuchen die Menschen weiterhin ihr Geld auf niedrig oder unverzinsten Giro-, Spar-, Tages- oder Festgeldkonten sowie in festverzinslichen Wertpapieren oder kapitalbildenden Lebens- und Rentenversicherungen zu sparen.

Das ist auch der Grund warum es in unseren Schulen keine finanzielle Bildung gibt. Die Hochfinanz, die Banker der Welt und Ihre Vasallen sind auf dieses finanzielle Unwissen ihrer Kunden angewiesen, um reich zu werden.

Diejenigen, die z.B. »Conspiracy of the Rich« von Robert Kiyosaki oder »Der Währungscountdown« von Andreas Popp sowie »Der Staatsbankrott kommt!« von Michael Grandt gelesen haben, wissen, warum die Banken nun den Sparern Zinsen berechnen. Der Grund liegt darin, dass in der traditionellen Finanzwirtschaft Ihr Erspartes Ihr Vermögenswert ist, aber für die Bank eine Verbindlichkeit darstellt.

"Rich Dad" Robert Kiosaki definiert das folgendermaßen: Vermögenswerte füllen normalerweise Ihre Taschen mit Geld, während Verbindlichkeiten es aus Ihrer Tasche heraus holen. In der Bilanz der Bank sieht es so aus, dass Ihr Erspartes Geld aus den Taschen der Bank nimmt und es in Ihre Taschen steckt. Das ist der Grund, warum Ihr Erspartes eigentlich für die Bank eine Verbindlichkeit und für Sie ein Vermögenswert ist.

Heute liegt das Problem darin, dass die Banken zu viele Kunden(Spar)guthaben haben und nicht genug Menschen, die für das Ausleihen von Geld qualifiziert sind – also kreditwürdig sind.

Wenn die Banken kein Geld verleihen können, verdienen sie auch kein Geld.

Ein weiteres Problem ist der weltweite Börsencrash. Ungefähr drei Jahre lang überschütteten die Zentralbanken die Weltwirtschaft mit Falschgeld, sodass die Preise an den Börsen des Weltmarkts stiegen. Nun, da die Welt realisiert hat, dass falsches Geld nicht zum Wachstum der Weltwirtschaft führen wird, fließt dieses Geld aus den Börsenmärkten heraus und sucht ein neues Zuhause.

Das ist auch der Grund, weshalb die Gold- und Silberpreise steigen. Geld fließt aus den Börsenmärkten hin zu Gold und Silber. Die Menschen wollen echtes Geld und kein falsches. Und es ist davon auszugehen, dass in relativ kurzer Zeit, in ein bis zwei Jahren, die Preise für Gold und Silber eine sehr progressive Kurve beschreiben werden.

Das bedeutet, dass die Preise hoch gehen und nahezu senkrechte Kurven nach oben und dann wieder nach unten beschreiben werden. Wenn das passiert, werden schlaue Investoren verkaufen – während die Schafe wieder kaufen – und ihre Schulden in anderen Vermögenswerten mit billigen, weniger wertvollen Dollars bzw. Euros abbezahlen.

Anders ausgedrückt: Sparer werden (wieder) die Verlierer und Schuldner (vielleicht) die Gewinner sein.

Das Problem mit Silber und Gold ist, wie Sie wahrscheinlich wissen, der Mangel an "Cashflow" (keine Zinserträge od. Dividenden) und die hohen Kosten für den Erwerb (außer bei Gold z.B. 19% MwSt. auf Barren) und die Lagerung. Selbst wenn Sie die Edelmetalle in den vielfach empfohlenen Schweizer Zollfreilagern einlagern lassen, um die Mehrwertsteuer zu sparen, fallen wiederum Kosten für eben diese Lagerung und Verwaltung an. Und wenn Sie irgendwann doch mal Ihr Silber, Platin oder anderes Weiß- / Industriemetall nach Hause holen wollen, wird nun bei der Einfuhr zusätzlich noch die Mehrwertsteuer fällig.

Deshalb sollten Sie in mehr als nur in Gold oder Silber investieren. Und dabei ist es wichtig zu verstehen, wie "intelligente Schulden" und Steuern die einen reich und die anderen arm machen. Immobilien, Beteiligungen und andere Investitionen sind deshalb toll, weil Schulden und Steuern Ihren Reichtum wachsen lassen können. Und wenn Sie genug in Gold und Silber angelegt haben, lassen Sie mehr Geld in Immobilien etc. fließen.

In der Zwischenzeit halten die weniger finanziell Gebildeten weiterhin an ihrem Bargeld fest. Das ist dumm. Denn sobald mehr Menschen aufwachen und bemerken, dass Bargeld nur Müll ist und Sparer die Verlierer sind, werden die Preise für Gold, Silber und Cashflow erzielende Investitionen durch die Decke gehen, da die Verlierer ihr Erspartes verpulvern werden.

Wie Sie vielleicht wissen gibt es zwei Arten von Bankräubern. Die einen rauben eine Bank mit Maske und Pistole aus, die anderen sitzen in den Vorstandsetagen rauben sie von Innen aus.

Zurzeit blüht gerade wieder das Bankraubgeschäft und Sparer sind dabei die größten Verlierer.

In diesem Sinne: Ars Vitae – die Lebenskunst... oder die Kunst zu leben!

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